#otd1945

Die letzten Monate der Konzentrationslager Buchenwald und Mittelbau-Dora

Ab Januar richtet der Blog #otd1945 („on this day 1945“) Tag für Tag den Blick auf einzelne Geschehnisse in den Konzentrationslagern Buchenwald und Mittelbau-Dora vor 76 Jahren.

Anfang 1945 hofften viele Häftlinge in den Konzentrationslagern auf ihre baldige Befreiung. Die deutsche Kriegsniederlage war nur noch eine Frage der Zeit. Doch das Morden in den Lagern und auf den Schauplätzen der Zwangsarbeit brach nicht ab. Im Gegenteil: Es eskalierte.

Die Situation für die deutsche Bevölkerung und die Häftlinge in den Konzentrationslagern konnte nicht unterschiedlicher sein: Während die einen weitermachten, mitmachten oder schlicht wegschauten, kämpften die anderen in den überfüllten Lagern unter katastrophalen Bedingungen um ihr Überleben.

Das massenhafte Sterben endete nicht mit der Befreiung der KZ Buchenwald und Mittelbau-Dora am 11. April. Für viele auf Todesmärsche getriebene Häftlinge brachte erst die deutsche Kapitulation am 8. Mai ein Ende der Gefangenschaft. Aber selbst danach starben weiterhin Häftlinge an den Folgen der KZ-Haft.

  • 04März

    Vor den Augen des Vaters

    Karol Frim wurde nur 19 Jahre alt. Am 4. März 1945 starb er im Kleinen Lager von Buchenwald. Mit seinem Vater Leon hatte er das Ghetto Przemyśl, verschiedene Arbeitslager, Auschwitz und den Todesmarsch von Groß-Rosen nach Buchenwald überstanden. Im Kleinen Lagern fehlte es an allem.

  • 03März

    Sippenhaft

    Am 3. März 1945 trafen 40 Häftlinge in Buchenwald ein. Sie wurden in einer isolierten Baracke nahe der SS-Kasernen untergebracht. Auf Befehl der NS-Führung sollten sie als „Sippe“ für die Beteiligung von Familienangehörigen am Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 büßen.

  • 02März

    Immer mehr Tote: Ein Krematorium für Ellrich

    Am 1. März 1945 brachte die SS mit einem Transport von 75 Leichen letztmalig Tote aus dem Außenlager Ellrich-Juliushütte zur Verbrennung in das überlastete Krematorium des Hauptlagers Dora. Vermutlich am 2. März 1945 nahm ein neues Krematorium in Ellrich-Juliushütte den Betrieb auf.

  • 01März

    Der „Block des Todes“

    229 Menschen starben am 1. März 1945 im KZ Buchenwald und seinen Außenlagern. Allein 135 Tote zählte Block 61 im Kleinen Lager – der „Block des Todes“, wie Häftlinge ihn nannten. Dieser Block diente als Seuchenstation. Ab Januar 1945 wurde er zum Tatort einer Mordaktion.

  • „Liebe Mutti, wir haben Hunger …“

    Mit den mörderischen Transporten aus dem KZ Auschwitz erreichten Anfang 1945 auch die Brüder Hans und Ernst Siegel das KZ Mittelbau. Die zwei jungen Männer aus Barmen waren nach ihrer Ankunft katastrophalen Bedingungen ausgesetzt.

  • März Down
  • 28Februar

    Propaganda

    Am 28. Februar 1945 hielt Reichspropagandaminister Joseph Goebbels eine seiner letzten Rundfunkansprachen. Einer der Zuhörer war der KZ-Wachmann Rudolf Zseby im Außenlager Ellrich-Juliushütte des KZ Mittelbau-Dora.

  • 27Februar

    Weiße Busse in die Freiheit

    Am 27. Februar 1945 ließ die SS in Buchenwald eine Liste erstellen. Sie enthielt die Namen von 471 Norwegern und 75 Dänen.

  • 26Februar

    Kinderverse aus Buchenwald

    In einem behelfsmäßigen Büchlein hielt ein Junge durch Verse und Zeichnungen seine Erfahrungen fest. Es ist ein kindlicher Blick auf eine inhumane Welt.

  • 25Februar

    „Im vollsten Vertrauen auf Gott …“

    Im hohen Alter von 73 Jahren kam Ignacy Ledóchowski im Februar 1945 mit einem Räumungstransport aus dem KZ Groß-Rosen in das KZ Mittelbau-Dora. Nach monatelangen Entbehrungen wurde das Lager bei Nordhausen die letzte Station seines Lebens.

  • 24Februar

    „Betr.: Kommandos mit jüdischen Häftlingen“

    Unter diesem Titel ließ der SS-Arbeitseinsatzführer von Buchenwald am 24. Februar 1945, wie regelmäßig in den vorangegangenen Monaten, eine Liste erstellen. Wo immer es ging, bestand die SS auch in den Außenlagern weiterhin auf der Trennung von Juden und Nichtjuden.

  • 23Februar

    Verweigert

    Im Herbst 1944 stellte das NS-Regime den Volkssturm auf. Alle bisher noch nicht eingezogenen Männer zwischen 16 und 60 sollten für den Krieg mobilisiert werden – als letzte Reserve. Der Bergmann Johann Rasch aus Bottrop machte jedoch nicht mit.

  • 22Februar

    Profiteure

    Nach einem alliierten Bombenangriff forderte die Stadt Nordhausen Häftlinge aus dem KZ Mittelbau-Dora für Bergungs- und Aufräumarbeiten an. 389 Häftlinge mussten am 22. Februar 1945 fünf Kilometer in die Stadt marschieren und die gefährlichen und kraftraubenden Arbeiten ausführen.

  • 21Februar

    Erschlagen vom Kapo

    Am frühen Morgen des 21. Februar 1945 wurde der Pole Alfred Zarejski mit starken Bauchschmerzen in den Häftlingskrankenbau des Lagers Dora eingeliefert. Fünf Stunden später starb er an inneren Blutungen. Die Sektion ergab eine Milzruptur.

  • 20Februar

    „Todesursache: vollständige Erschöpfung“

    „Abgang durch Tod“, so ist die Meldung vom Tod des Franzosen François Audran überschrieben, der am 20. Februar 1945 im Außenlager Ellrich-Juliushütte des KZ Mittelbau-Dora starb. Er war erst eine Woche zuvor aus dem Außenlager Rechlin des KZ Ravensbrück in den Harz gebracht worden.

  • 19Februar

    Trümmermänner

    Am 19. Februar 1945 verkündete der Gauleiter von Thüringen seinen Durchhalteaufruf „Und wir siegen doch!“. Am gleichen Tag holte sich das Stadtbauamt 1 051 KZ-Häftlinge aus Buchenwald nach Weimar. Dort wurden sie zu den gefährlichsten Arbeiten eingesetzt.

  • 18Februar

    „Malachit“ – Mörderische Bauarbeit im Stollen

    Am 18. Februar 1945 trafen 135 jüdische Häftlinge des KZ Buchenwald im Außenlager Langenstein-Zwieberge ein. Unter dem Tarnnamen „Malachit“ ließ die SS dort eine Stollenanlage in die Thekenberge am Harz treiben.

  • 17Februar

    Ein Schicksalloser

    Für jene, die ihn zwischen Leichen hervorzogen, war er ein namenloser Junge. Ein Sanitäter trug ihn ins Mittelgeschoss des Kammergebäudes in Buchenwald, er bekam zu essen. Ein zweiter Sanitäter erschien, nahm ihn und trug ihn fort, in eine Krankenbaracke des „Kleinen Lagers“.

  • 16Februar

    „Fahnenflucht“

    Am 16. Februar 1945 wurden sechs sogenannte Zwischenhäftlinge in das KZ Mittelbau-Dora eingewiesen. Es waren Wehrmachtsdeserteure, die ihre eigentliche Strafe erst nach Ende des Krieges antreten sollten. An ihren unterschiedlichen Schicksalen zeigt sich, wie willkürlich der NS-Terror in den letzten Monaten des Krieges war.

  • 15Februar

    „Schweinsgesicht Anne“

    Am 15. Februar 1945 befanden sich in den 26 Frauen-Außenlagern von Buchenwald 26 000 Frauen und Mädchen. 319 SS-Männer und 567 Aufseherinnen bewachten sie und machten ihnen das Leben schwer.

  • 14Februar

    „Begünstigung zum Fluchtversuch der Mutter“

    Allein im Monat Februar kamen im Außenlager Ohrdruf über 700 Menschen ums Leben. Ihre Leichname wurden verscharrt oder im Freien verbrannt. Einer von denen, die ohne Grab blieben, war der 30-jährige Kraftfahrer Walter Roth aus Kronberg, der am 14. Februar 1945 starb.

  • 13Februar

    Quer durch die Stadt

    Kolonnen marschierender KZ-Häftlinge gehörten in Witten-Annen schon länger zum Stadtbild. Im September 1944 hatte die SS in der Stadt im Ruhrgebiet ein Außenlager des KZ Buchenwald für die Ruhrstahl AG eingerichtet.

  • 12Februar

    „Auf der Flucht erschossen“

    Bernhard Lüdtke war einer von über 200 als homosexuell kategorisierten Häftlingen im KZ Mittelbau-Dora. Er wurde nur 31 Jahre alt. Nach Unterlagen der SS wurde er am 12. Februar 1945 tot in den Krankenbau im Außenlager Harzungen eingeliefert.

  • 11Februar

    Die große Politik

    Im sowjetischen Badeort Jalta auf der Krim kamen an diesem Tag die Regierungschefs der Sowjetunion, der Vereinigten Staaten und Großbritanniens zum abschließenden Gruppenfoto zusammen. Acht Tage hatten die „Großen Drei“ der Antihitlerkoalition Pläne für die Zeit nach ihrem Sieg über Nazideutschland geschmiedet.

  • 10Februar

    Geheime Notizen

    Alex Hacker hielt die Ereignisse während seiner KZ-Haft in einem geheimen Notizbuch fest. Am 10. Februar 1945 machte er in Dora einen besonderen Eintrag: „Und hier werde ich das Datum eintragen, wenn ich meine teure und geliebte Mutter und meinen Vater in Gesundheit wiedersehen werde.“

  • 09Februar

    Luftangriff

    Der Luftangriff der U.S. Air-Force am 9. Februar 1945 galt dem Rüstungswerk im Norden der Stadt Weimar. Doch auch in Weimar starben Hunderte von Einwohnern.

  • 08Februar

    Flucht aus dem Lageralltag

    Um der qualvollen Realität zu entfliehen, fertigte die junge Polin Maria Brzęcka im Außenlager Meuselwitz Zeichnungen an. Die Lebensbedingungen in diesem Buchenwalder Frauenlager waren schrecklich: Gewalt, Ungeziefer, Hunger und Zwangsarbeit bis zur Erschöpfung.

  • 07Februar

    „Von guten Mächten wunderbar geborgen …“

    So beginnt die letzte Strophe eines Gedichts, das der Theologe Dr. Dietrich Bonhoeffer aus dem Berliner Gestapogefängnis an seine Verlobte schickte. Es war sein letzter Brief. Am 7. Februar 1945 verlegte ihn die Gestapo mit elf anderen Gefangenen nach Buchenwald.

  • 06Februar

    Zwangsarbeit bis zum Tod

    Am 6. Februar 1945 meldete der Lagerführer des KZ-Außenlagers Harzungen den Tod von Eduard Florian, Mathis Dambrowski und Josef Herzenberger an das Hauptlager Dora des KZ Mittelbau. Sie waren an den Folgen von Zwangsarbeit, Hunger, Kälte, miserablen Hygienezuständen und medizinischer Unterversorgung gestorben.

  • 05Februar

    Bei „Nacht und Nebel“

    285 Männer aus dem geräumten Zuchthaus Groß-Strehlitz in Schlesien erreichten an diesem Tag Buchenwald. Teils seit Jahren warteten ihre Angehörigen schon vergeblich auf ein Lebenszeichen von ihnen. Bei „Nacht und Nebel“ – wie es im NS-Jargon hieß – hatten die deutschen Besatzer sie verschleppt.

  • 04Februar

    „… ein bisserl Freiheit“

    Mehr als fünf Jahre saß der Münchner Journalist Josef Ackermann schon im Konzentrationslager, zuerst in Buchenwald und seit Januar 1944 in Dora. Zu Kriegsbeginn hatte die Gestapo ihn verhaftet.

  • 03Februar

    Ein „Gerechter unter den Völkern“

    Im Kleinen Lager von Buchenwald starb an diesem Tag der 63-jährige Franzose Maurice Trélut. In dem abgeriegelten Elendsviertel des Lagers hatte er die letzten Monate seines Lebens verbracht – umgeben von Dreck, Gestank, Krankheit und massenhaftem Sterben.

  • 02Februar

    Weitermachen

    In diesem Winter glaubten nicht mehr viele Deutsche an den propagierten „Endsieg“. Obwohl Untergangsstimmung aufkam, gab es weder nennenswerten Widerstand noch einen Einbruch der Rüstungsproduktion.

  • 01Februar

    Ein neuer Kommandant aus Auschwitz

    Am 1. Februar 1945 wurde der 33-Jährige Richard Baer neuer Kommandant des KZ Mittelbau. Wie Tausende Häftlinge war er zusammen mit Hunderten weiteren SS-Angehörigen und dem gesamten Generalstab des KZ Auschwitz Ende Januar in den Südharz gekommen.

  • Up Februar Down
  • 31Januar

    Letzte Deportationen

    Die Gestapo deportierte am 31. Januar 172 der letzten noch in Deutschland lebenden Jüdinnen und Juden aus Weimar und anderen Städten in das Ghetto Theresienstadt.

  • 30Januar

    „… bis zum letzten Atemzug!“

    Zum 12. Jahrestag der Machtübernahme lud der NSDAP-Kreisabschnitt Nordhausen am 30. Januar zu einer Kundgebung in das Nordhäuser Riesenhaus.

  • 29Januar

    Ermordet zur Abschreckung

    Am 29. Januar 1945 lieferte die SS Pēteris Zunters in den Arrestzellenbau von Buchenwald ein. Einen Tag später erhängte sie ihn und acht andere Häftlinge des Außenlagers Langensalza im Keller des Krematoriums.

  • 28Januar

    Von Auschwitz in den Harz

    Am 28. Januar traf ein erster großer Räumungstransport mit etwa 4 000 Häftlingen aus Auschwitz im KZ Mittelbau-Dora ein.

  • 27Januar

    Der Tod des Vaters

    Noch am Abend zuvor hatte er mit seinem Sohn Bertrand gesprochen – wie jeden Abend, seit er im Krankenrevier lag. Nun war Willy Herz am Ende seiner Kräfte.

  • 26Januar

    Sterben im Waggon

    Ein Zug mit Dutzenden offenen Güterwaggons brachte am 26. Januar fast 4 000, überwiegend jüdische Männer und Jungen aus Auschwitz nach Buchenwald.

  • 25Januar

    121 649 26 03 25 15 323

    Am 25. Januar 1945 schickte die SS-Zentrale in Berlin erstmals eine zehnseitige Liste mit 850 Nummerncodes nach Buchenwald.

  • 24Januar

    Größenwahn und Verzweiflung

    Bis zum 24. Januar 1945 flimmerten in der aktuellen Ausgabe der Deutschen Wochenschau Aufnahmen der V2-Rakete über die deutschen Kinoleinwände.

  • 23Januar

    Unerwartete Hilfe

    Nach der Ankunft aus Auschwitz erlebte der 16-jährige jüdische Häftling Robert Büchler am 23. Januar in Buchenwald einen bis dahin ungekannten Akt der Solidarität.

  • 22Januar

    Erhängt in seiner Zelle

    In der Nacht vom 22. auf den 23. Januar 1945 starb der Kommunist Albert Kuntz im Arrestzellenbau des KZ Mittelbau-Dora.

  • 21Januar

    Wehrmachtsoldaten als Wachposten im KZ

    Durch immer neue Außenlagergründungen benötigte die SS im Jahr 1944 zusätzliches Wachpersonal. Um die Lücken zu schließen, wurden nun Wehrmachtangehörige in großer Zahl an die Konzentrationslager überstellt.

  • 20Januar

    Wermuth und Zigarren beim Manager der KZ-Zwangsarbeit

    Die Planungen zum Einsatz von KZ-Häftlingen für die Raketenmontage gingen auch in den letzten Monaten des Krieges weiter.

  • 19Januar

    Sonnenaufgang

    Die Häftlinge im Außenlager Holzen verfolgten das Vorrücken der Alliierten mit großer Hoffnung und bangem Warten.

  • 18Januar

    Kinderblock 66

    „So sah also mein neues Zuhause aus“ – so beschrieb der 16-jährige Salek Orenstein sein neues Quartier im Kleinen Lager von Buchenwald.

  • 17Januar

    Der letzte Brief

    Eine Woche zuvor noch hatte ein Polizeibeamter in Köln Theodor Babilon Hoffnung auf eine Freilassung gemacht. Doch es kam anders.

  • 16Januar

    Frostbeulen an Händen und Füßen

    Minus acht Grad zeigte das Thermometer an diesem Abend, seit Wochen herrschte tiefer Frost. Trotzdem zogen über 1 000 Frauen des Außenlagers Markkleeberg zu Zwölf-Stunden-Schichten in das Junkers-Werk.

  • 15Januar

    Als Kriegsgefangener ins KZ

    Am 15. Januar gründete die SS ein neues Außenlager des KZ Mittelbau in Wickerode, einem Dorf im heutigen Sachsen-Anhalt. Hier mussten 30 italienische Kriegsgefangene eine Gasleitung verlegen.

  • 14Januar

    Jazz im KZ Buchenwald

    Die tägliche Buchenwald-Statistik zählte an diesem Sonntag fast 89 000 Häftlinge. 71 starben, Tausende warteten in Quarantäne oder lagen todkrank in den provisorischen Krankenrevieren.

  • 13Januar

    „Wie ein Wüstensturm …“

    Das rasante Vorrücken der Roten Armee sprach sich bis zu den Häftlingen im KZ-Außenlager Ellrich-Juliushütte herum. Der französische Widerstandskämpfer Serge Miller erinnerte sich nach dem Krieg an den 13. Januar 1945 als einen Moment der Hoffnung.

  • 12Januar

    „Invalidentransport“

    Am 12. Januar 1945 trafen bei Schneeregen 1 400 völlig erschöpfte Häftlinge am Bahnhof Buchenwald ein. Fast die Hälfte waren ungarische Juden. Unterwegs waren 165 von ihnen gestorben.

  • 11Januar

    Von der Front ins KZ

    „Zum Zwecke des schweren und gefahrvollen Arbeitseinsatzes …“ – so umschrieb ein Informationsblatt für die Gerichte des deutschen Feldheeres im September 1944 die Auslieferung von verurteilten Wehrmachtsoldaten an die Konzentrationslager.

  • 10Januar

    Die Frauen von Penig

    Bereits seit einiger Zeit hatten die Max-Gehrt-Werke in Penig bei der SS um KZ-Häftlinge gebeten. Am 10. Januar gingen 700 angeforderte Zwangsarbeiterinnen aus Ravensbrück auf Transport in das neue Buchenwalder Außenlager in der sächsischen Kleinstadt.

  • 09Januar

    Ein neues KZ – mitten im Dorf

    Die Entstehung des Konzentrationslagers Mittelbau-Dora bei Nordhausen machte sich auch in den umliegenden Gemeinden bemerkbar.

  • 08Januar

    Mikrokosmos des NS-Lagerterrors

    Während des Krieges wurden Menschen aus ganz Europa zur Zwangsarbeit nach Deutschland verschleppt. Die Gründung eines neuen Außenlagers des KZ Mittelbau-Dora am 8. Januar macht deutlich, wie das mörderische System verschiedener Lagertypen funktionierte.

  • 07Januar

    Sonntags in Schlieben

    Mehr als 2300 Häftlinge des Außenlagers Schlieben, Männer und Frauen, zogen an diesem Sonntag in die Munitionsfabrik. Weitab von den Zielorten alliierter Bomber produzierte die Hugo-Schneider-AG (Hasag) hier die Waffe für den „Endkampf“, die Panzerfaust, Ziel: eine Million Stück im Monat. Koste es, was es wolle.

  • 06Januar

    Ein „Held der Sowjetunion“ stirbt in Buchenwald

    Am 6. Januar registrierte die Lagerverwaltung den Tod des 28-jährigen sowjetischen Kriegsgefangenen Gawriil Lepjochin. Als ihn Mithäftlinge wenige Monate später lebend wiedertrafen, war die Überraschung groß.

  • 05Januar

    Kindertransport

    Als in Buchenwald der Befehl erging, einen Transport mit Kindern zusammenzustellen, befürchtete man einen Vernichtungstransport. Funktionshäftlinge versuchten, nur wenige Kinder auszuliefern. Den Transport verhindern konnten sie nicht.

  • 04Januar

    Zurück nach Auschwitz

    Am 4. Januar 1945 verließen zwei Frauen begleitet von einem SS-Mann das Buchenwalder Außenlager in Hessisch-Lichtenau. Ihr Ziel: Auschwitz-Birkenau.

  • 03Januar

    „Von der Straße weg zur Arbeit verpflichtet“

    Am 3. Januar 1945 starb der 18-jährige Franzose René d’Halluin im KZ Mittelbau-Dora.

  • 02Januar

    Hilfe für einen 16-Jährigen

    Im Außenlager „Hecht“ bei Holzen fertigte der französische Häftling Camille Delétang ein Porträt seines Mitgefangenen Jean-Louis Netter an.

  • 01Januar

    „Das Leben ist schön“

    Neujahr 1945 – für den Buchenwaldhäftling Jean-Louis Guellerin war dies ein Tag der Hoffnung.

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