"Nie wieder! Ach, wie leicht es von den Lippen geht … zu leicht. Hüten wir uns davor, den Schwur zum Lippenbekenntnis verkümmern zu lassen, zu Ignoranz gegenüber der brutalen…"

Pia Klemp

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#WeRemember

Wir erinnern an die Befreiung der Konzentrationslager Buchenwald und Mittelbau-Dora vor 76 Jahren. Für die Überlebenden war der 11. April 1945 ein Tag der Freude über die wiedergewonnene Freiheit – und ein Tag der Trauer um diejenigen, die nicht überlebt hatten.

Doch was bedeutet der 11. April für uns heute? Was haben Buchenwald und Mittelbau-Dora mit unserem heutigen Leben zu tun? Etliche Unterstützer:innen unserer Arbeit haben bereits ihr persönliches Statement mit uns geteilt.

Auch Sie sind gefragt. Schließen Sie sich an mit Ihrem Statement zu #WeRemember #76liberation auf Twitter.

Iris Berben

Schauspielerin

Buchenwald ist Erinnerung und Mahnung und fordert uns auf, Haltung zu zeigen und vor allem, Haltung zu leben. Unsere fragile Demokratie und die Menschenrechte zu verteidigen gegen jeden, der sie verachtet, missbraucht oder sie mit Füßen tritt.

Jan Böhmermann

Satiriker, Journalist und Fernsehmoderator

Die Gedenkstätte Buchenwald ist zugleich Erinnerungsort, Mahnmal und pädagogischer Ort. Dass wir die, die hier ihr Leben ließen niemals vergessen; dass wir alles dafür tun, dass Menschen einander nie wieder das antun, was sie hier einander angetan haben; dass wir das Wissen über das, was hier geschah bewahren und an unsere Kinder weitergeben – dafür ist die Gedenkstätte wichtig. Buchenwald ist und bleibt nicht wegzudenken!

Kai Buchmann

Oberbürgermeister der Stadt Nordhausen

Vor 75 Jahren wurde der KZ-Komplex „Mittelbau-Dora" und seine Außenlager befreit. Mit der Befreiung aus einer der schlimmsten Höllen, die es auf Erden gegeben hat, ist auch der Zeitpunkt des Gedenkens an diejenigen verbunden, die dem Inferno nicht mehr entfliehen konnten. Es bewegt mich zutiefst, dass das Gedenken in Lager Dora mit potenziell vielen ausländischen Gästen abgesagt werden musste. Darunter vielleicht Überlebende, für die es die letzte Möglichkeit des Besuchs dieser Stätte gewesen wäre.

Andreas Eichenauer

Musiker

Niemals mehr vergessen wir.

Prof. Dr. Norbert Frei

Friedrich-Schiller-Universität Jena, Vorsitzender des Wissenschaftlichen Kuratoriums

Was in den deutschen Konzentrationslagern geschah, beschäftigt mich seit meiner Schulzeit in den 1960er Jahren. Aufgrund meiner Mitarbeit im Wissenschaftlichen Kuratorium der Stiftung stehen Buchenwald und Mittelbau-Dora dabei seit mehr als 20 Jahren im Mittelpunkt. Aber so viel ich inzwischen auch gelernt und verstanden habe: Die Auseinandersetzung mit der Geschichte dieser Orte – wie mit der Geschichte und den Verbrechen der NS-Zeit insgesamt – bleibt unabgeschlossen und unabschließbar, für mich persönlich wie für unsere Gesellschaft.

Prof. Dr. Jörg Ganzenmüller

Vorstandsvorsitzender der Stiftung Ettersberg

Diktatorische Herrschaft geht stets mit Unterdrückung einher und bedingt eine Verrohung der Gesellschaft. Die Auseinandersetzung mit Buchenwald als Ort der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft ermöglicht es, antidemokratisches und menschenfeindliches Denken früh zu erkennen und die Konsequenzen solcher Einstellungen vor Augen zu führen.

Henrich Herbst

Superintendent in Weimar, Evangelische Kirche in Mitteldeutschland

Buchenwald ist für mich heute ein Ort, den wir unbedingt schützen und verteidigen müssen. Die Erinnerung an die Ermordeten und an das Leiden in Buchenwald sagt uns: Es ist nicht sicher, dass es nicht wieder geschehen kann. Passt auf. Die Geschichten von Mitmenschlichkeit auch unter den schwersten Lebensbedingungen sind ein guter Kompass für unser Handeln heute.

Matthias Jendricke

Landrat des Landkreises Nordhausen

Der Jahrestag der Befreiung des KZ Mittelbau-Dora ist auch nach 76 Jahren ein einschneidendes Datum für die Region Nordhausen – ein Wendepunkt unserer Geschichte. Leider bremst auch in diesem Jahr erneut die Corona-Pandemie Gedenkveranstaltungen mit persönlichen Begegnungen aus. Ich bin der Stiftung Gedenkstätten daher sehr dankbar für ihr Engagement, die öffentliche Aufmerksamkeit auf den Jahrestag der Befreiung zu lenken und den Opfern und ihrem Leid auch im digitalen Rahmen würdig zu gedenken.

Daniel Klajner

Intendant des Theaters Nordhausen

Jede Befreiung ist eine Erlösung, jedoch gelingt bei keiner Befreiung die Erlösung in Gänze, und dementsprechend geht mit jeder Befreiung ein Auftrag einher. Die Befreiungen der Konzentrationslager sind dokumentiert, über die desaströsen Nachwirkungen wurde viel berichtet, geschrieben und diskutiert; meinen Auftrag sehe ich darin, zuhörend die Opfer der Lager und deren Erben immer besser zu verstehen, um im gegenseitigen Austausch zur Linderung der Nöte beizutragen und in großer Wachsamkeit einer nur schon ansatzweisen Wiederholung der Geschichte entgegenzuwirken.

Peter Kleine

Oberbürgermeister Stadt Weimar

Die Entwicklung der internationalen – und insbesondere der deutschen – Erinnerungskultur braucht authentische Orte. Wenn Zeitzeugen nicht mehr gefragt werden können, brauchen wir eine präzise Darstellung und Vermittlung sowie die Möglichkeit einer sensitiven Wahrnehmung prägender historischer Orte.

Pia Klemp

Sea-Watch-Kapitänin, Menschenrechtsaktivistin und Autorin

Nie wieder! Ach, wie leicht es von den Lippen geht … zu leicht. Hüten wir uns davor, den Schwur zum Lippenbekenntnis verkümmern zu lassen, zu Ignoranz gegenüber der brutalen Wirklichkeit von Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung. Das Gedenken erlaubt uns eine emotionale Verbindung zu der Realität von 280.000 in Buchenwald inhaftierter Menschen und auch derer, die sie vernichten wollten. Nie wieder! darf nichts anderes bedeuten, als das Versprechen aus der Erinnerung zu lernen. Nicht nur, um sich der menschengemachten Hölle des Nationalsozialismus bewusst zu sein, sondern auch der eigenen Verantwortung im Jetzt.

Friedrich Kramer

Landesbischof der evangelischen Kirche in Mitteldeutschland

In den 1980er Jahren war ich mit „Aktion Sühnezeichen“ in Buchenwald und habe mit Zeitzeugen sprechen können und damals viel Bewegendes erfahren. Später kam das Wissen um das Speziallager 2 hinzu. Leid lässt sich nicht aufrechnen. Der 76. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald mahnt uns: Widersteht den Anfängen von Gewaltherrschaft und Unterdrückung!

Stephan J. Kramer

Präsident des Amtes für Verfassungsschutz Thüringen

Buchenwald zeigt uns, in welche Hölle die Opfer des Naziregimes gestoßen wurden und in welchen Abgrund der Grausamkeit die Täter, von ihrer eigenen Unmenschlichkeit begeistert, sich begaben. Orte wie Buchenwald fordern uns nicht zuletzt Kräfte zu bannen, die Menschlichkeit relativieren wollen. Das Motto „Wehret den Anfängen“ ist – das sehen wir dieser Tage klar und deutlich – erschreckend aktuell.

Mario Kreutzberger

Fernsehmoderator

Mein Vater sagte mir immer: ‚Verzeihen, aber nicht vergessen.‘ Und in Erinnerung an ihn gebe ich heute dieses Statement – verzeihend, aber ohne die Gräueltaten, die Millionen von Menschen erlitten, zu vergessen.

Sarah Levy

freie Journalistin und Autorin, Koordinatorin von stopantisemitismus.de

Ich erinnere mich noch an das bedrückende Gefühl, das ich spürte, als ich das erste Mal Buchenwald besuchte. Wie eine Last auf dem Herzen. Ich war Schülerin einer jüdischen Grundschule, zu jung und zu unwissend, um das Ausmaß dessen zu verstehen, was an diesem Ort, ja, was in diesem Land geschehen ist, das ich meine Heimat nenne. Doch das Gefühl hat sich in meine Erinnerung genistet. Wir brauchen Orte wie Buchenwald, damit wir erinnert werden, wozu Menschen fähig sind. Dass es hier geschah, in unserer Heimat. Und dass es, wenn wir diese Last auf dem Herzen nicht spüren, wieder geschehen kann.

Dr. Ulrike Lorenz

Präsidentin der Klassik Stiftung Weimar

Buchenwald ist Signal für eine fundamentale Mahnung, die an Aktualität gewinnt, je ferner das historische Ereignis der nationalsozialistischen Verbrechen gegen die Humanität rückt. „Nie wieder!“ darf nicht zum leeren Appell werden – erforderlich sind Wachsamkeit, Engagement und Solidarität aller, jetzt und in Zukunft.

Prof. Dr. Susan Neiman

Direktorin des Einstein Forums in Potsdam

Nie wieder! wäre ein leeres Bekenntnis, wenn es sich nur auf die Naziverbrechen beschränkt. Jeder, der diese Verbrechen verabscheut, muss sich gegen jede Form von Rassismus – von dem Antisemitismus nur ein Beispiel ist – entschieden wehren. Die jetzige Buchenwald-Ausstellung zeigt, wie leicht es ist, die Augen davor zu schließen.

André Neumann

Oberbürgermeister der Stadt Altenburg

Buchenwald steht für mich als Thüringer synonym für nationalsozialistische Terrorherrschaft, perfide Ideologie und unendliches Leid. Der Lagerkomplex ist ein bauliches Zeugnis einer unvorstellbaren Verfolgungs- und Vernichtungsmaschinerie, die in unmittelbarer Nähe des namensgebenden Tagungsorts der ersten auf nationalstaatlicher Ebene verwirklichten Republik Deutschlands entstehen konnte. Buchenwald ist damit nicht nur ein geschichtsträchtiger Ort, sondern ein mahnendes Verbindungselement zwischen Vergangenheit und Gegenwart, das durch die herausragende wissenschaftliche und bildungspolitische Arbeit der Gedenkstätte auch für heutige und künftige Generationen eine wichtige Bedeutung hat. Buchenwald ist gleichzeitig auch in gewisser Weise ein Ort des Triumphs. Wenn auch heute noch, 75 Jahre nach der Befreiung des Lagers und des Kriegsendes, bei Besuchen oder Gedenkveranstaltungen ehemalige Häftlinge in das Lager kommen, senden sie uns ein wichtiges Signal: Sie haben überlebt, sie haben DAS überlebt. Und sie können Zeugnis über das ablegen, was sie im Lager erlebt haben.

Dr. Ulrich Neymeyr

Bischof von Erfurt

Die Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora sind für mich Orte der Mahnung, in denen Demokratie, Mitmenschlichkeit und Toleranz stärker sein müssen als Menschenverachtung, Nationalismus und Antisemitismus. Sie stehen für mich auch dafür, dass die Tatsachen der Geschichte nicht verdrängt oder verdreht werden dürfen.

Sharon Dodua Otoo

Schriftstellerin und Aktivistin

Ohne ein aktives Bestreben, Geschichten nachzuerzählen, Zeitzeugnisse zu visualisieren, Dokumente zu bewahren, wird es nur allzu leicht, dass einst lebendige Bilder von Grausamkeiten in eine nebulöse Erinnerung abgleiten. Heute ehre ich das Andenken an die Menschen, die überlebt haben, und an die vielen, die, so hoffe ich, weiterhin in Frieden ruhen. In aller Demut. #WeRemember

Dr. Matthias Quent

Direktor des Instituts für Demokratie und Zivilgesellschaft Jena

Buchenwald bedeutet für mich die Warnung: Es kann wieder passieren, wenn man nicht sehen will, was damals jeder sehen konnte und heute jeder sehen kann. Wenn man nicht sehen will, wie Rechtsradikale heute neue Gewalt vorbereiten und ausüben, indem sie über angebliche Notwehr und darüber schwadronieren, „Volksteile“ zu verlieren – wie Höcke. Wenn man nicht sehen will, wie solche Gedanken durch falsche Toleranz erst sag- und dann machbar werden; nicht weil die Rechtsradikalen heute so stark, sondern weil einige Demokraten zu egoistisch oder ignorant sind, die rechte Gefahr zu bekämpfen, die damals wie heute ihre Wurzeln in der sozialen Mitte der Gesellschaft hat. Wer 76 Jahre nach der Befreiung Buchenwalds Rechtsradikale salonfähig macht und ihnen zu Macht verhilft, handelt moralisch noch verwerflicher als diejenigen, deren Handeln einst in Krieg und Menschenvernichtung endete. Denn die heutigen Wähler und Steigbügelhalter wissen aus der Geschichte, wozu ihre Handlungen führen können.

Romani Rose

Vorsitzender des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma

Buchenwald und Mittelbau-Dora sind heute Symbole für den Zivilisationsbruch des Holocausts, dem 500.000 Sinti und Roma und 6 Millionen Juden zum Opfer fielen. Indem wir an dieses beispiellose Menschheitsverbrechen erinnern, übernehmen wir Verantwortung für die Gegenwart.

Prof. Dr. Walter Rosenthal

Präsident der Friedrich-Schiller-Universität Jena

Mein erster Besuch in Buchenwald fand an einem verregneten und kalten Herbsttag statt. Als mich die Historiker über den Appellplatz führten und mir die Öfen zeigten, erfasste mich eine Ahnung vom Grauen dieses Ortes. Seitdem haben mich Gespräche mit Naftali Fürst und mit anderen Überlebenden erschüttert und getröstet zugleich. An den Schrecken wie an die Überlebenden zu erinnern, ist mir ein zentrales Anliegen als Universitätspräsident – damit sich die Geschichte niemals wiederholt.

Annette Schavan

Bundesministerin a. D., Vorsitzende des Kuratoriums der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ)

Buchenwald – Ort der Shoah, an dem der Mensch dem Menschen zum Wolf geworden ist. Buchenwald ist uns heute Stachel und Mahnung: Wehret den Anfängen – lassen wir nicht zu, dass völkisches Gedankengut wieder salonfähig wird und schreiten wir ein, wenn Menschen tyrannisiert, drangsaliert und verfolgt werden – mitten unter uns.

Dr. Josef Schuster

Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland

Im April jährt sich die Befreiung der Konzentrationslager Buchenwald und Mittelbau-Dora zum 76. Mal. Für mich hat dieser Ort eine besondere Bedeutung, denn mein Vater und mein Großvater waren im KZ Buchenwald inhaftiert. Auch 2021 ist ein Gedenken vor Ort mit den Überlebenden aufgrund der Corona-Pandemie voraussichtlich leider nicht möglich. Daher bin ich dankbar, dass die Gedenkstätte diesen Jahrestag auf digitalem Wege würdigt. Das Gedenken an die Opfer, die Erinnerung an das Grauen und die Verantwortung, die daraus erwächst, dürfen nie enden.

Prof. Dr. Sybille Steinbacher

Direktorin des Fritz Bauer Instituts und Mitglied des Wissenschaftlichen Kuratoriums der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora

Im Sommer 1992 war ich zum ersten Mal in Buchenwald. Ich hatte kurz vorher den Magister an der Uni München gemacht und war in Dachau in der Gedenkstättenarbeit aktiv. Es war mein erster Besuch in einer ehemaligen KZ-Gedenkstätte der DDR. Noch war die alte Ausstellung zu sehen, und hohe Wellen schlug damals die Diskussion über das sowjetische Speziallager. Ich war überwältigt davon, was alles verhandelt wurde, wenn es um Buchenwald ging. Hier bündelten sich Diskussionen, die das demokratische Selbstverständnis Deutschlands betreffen – das wurde mir nach und nach klar. Freilich sind die Themen heute andere. Und inzwischen mussten wir einen „NSU“ erleben und auch noch sehen, dass eine rechtsradikale Partei in den Bundestag gewählt wird. Klar ist also – und als Mitglied des Wissenschaftlichen Kuratoriums sehe ich das als Auftrag: Um das demokratische Selbstverständnis Deutschlands geht es bis heute.

Prof. Dr. Christoph Stölzl

Präsident der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Buchenwald, damals wie heute auf Rufweite des deutschen Kultursymbols Weimar, ist ein unverzichtbares Erinnerungszeichen. Es beweist, dass das Böse nicht von irgendwoher in die Welt kommt, sondern sich inmitten zivilisierter Normalität festsetzt, wenn der erste Tabubruch mit Gleichgültigkeit hingenommen wird. Wenn es stimmt, dass Gleichgültigkeit die dünne Stelle unserer Moral ist, so ist es die zeitliche Ausdehnungsform von Gleichgültigkeit, die Amnesie, die wir angreifen müssen. Der Kampf um die Erinnerung ist ein Kampf um Humanität.

Antje Tillmann

Mitglied des Deutschen Bundestages

Das Mahnmal auf dem Ettersberg ruft weit in die Landschaft mir und allen, die sich der Kulturstadt Weimar nähern, zu: „Vergesst nicht, erinnert Euch, erzählt Euren Kindern, was hier in „Buchenwald“ (im KZ, auch im Speziallager und bei der Fa. Topf und Söhne) Schreckliches, kaum Vorstellbares passiert ist und wie es dazu kommen konnte.“ Über den historischen Hintergrund, über das Erinnern hinaus, bedeutet „Buchenwald“ für mich vor allem die Aufforderung, die eigene Verantwortung für sich selbst und die Gesellschaft, die eigene Haltung immer wieder zu hinterfragen. „Buchenwald“ mahnt in die Gegenwart und Zukunft, mahnt die Gesellschaft und jeden Einzelnen – Ausgrenzungen, Rassismus, Hass und Radikalität klar und entschlossen entgegenzutreten, wachsam zu sein, den Anfängen zu wehren. Und auf der anderen Seite sehe ich in „Buchenwald“ die Aufforderung gerade an die Jugend, neugierig, weltoffen und wissbegierig zu sein und im „Anderssein“ eine Bereicherung zu sehen.

Hasko Weber

Generalintendant Deutsches Nationaltheater Weimar

Mitten in der weitreichendsten Verunsicherung aller Gesellschaften weltweit, gilt es unsere historischen Erfahrungen und die daraus abzuleitenden Werte und Regeln als maßgebliche Grundlage unseres Gemeinwesens aufrechtzuerhalten. Dazu gehört für mich in Weimar vor allem der Komplex Buchenwald.