13 April

Triangles Rouges à Buchenwald

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Die Dokumentation erzählt die Geschichte des heimlich organisierten Widerstands politischer Gefangener im KZ Buchenwald, der sogenannten „roten Winkel“ (les triangles rouges). Das Konzentrationslager Buchenwald, in dem über 56.000 Menschen ermordet wurden, gilt als einer der zentralen Orte des nationalsozialistischen Lagersystems. Dort kämpften bemerkenswerte Männer für die geheime Organisation des widerständigen Internationalen Lagerkomitees. Als am 11. April 1945 amerikanische Truppen Richtung Weimar vorrückten, waren die Widerstandsgruppen im Lager gut organisiert und bereit für den Befreiungskampf. Am Nachmittag desselben Tages waren schließlich das KZ Buchenwald und damit auch 21.000 Gefangene befreit.

Wie aber konnte sich ein solcher Widerstand innerhalb des Lagers, der angestrebten „Menschenzerkleinerungsmaschine“ der nationalsozialistischen Ideologie, formen? Wie überdauerte der Widerstandsgeist Zwangsarbeit, Kälte, Hunger, brutale Misshandlungen und Krankheiten – kurz: die systematische Entmenschlichung? Wie ließen sich die Hoffnung und Menschlichkeit erhalten?

Eine Teilantwort auf diese Fragen findet sich in den drei Worten Solidarität, Glaube und Mut. Darüber berichten die sieben Zeitzeugen Floréal Barrier, Raymond Renaud, François Perrot, Jacques Moalic, Gaston Viens, Bertrand Herz, und Aron Bulwa. Diesen sieben Männern, die in den grausamsten Momenten ihrer Gefangenschaft ihre Würde behielten und Verantwortung übernahmen, ist der Film gewidmet.

Dieser Film wurde dank der Beteiligung der Association Française Buchenwald-Dora et Kommandos sowie dessen Unterstützern produziert.

Livegespräch im Anschluss mit Agnès Triebel und Joachim König.

Frankreich 2018 | 75‘ | OmU (Französisch/Deutsch) | Regie: Anice Clément


19:00 Uhr

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