12 Mai

Terror gegen Juden. Wie antisemitische Gewalt erstarkt und der Staat versagt

Ronen Steinke: Terror gegen Juden (Foto: berlin Verlag)

Als in Halle ein schwer bewaffneter Rechtsterrorist in die Synagoge einzudringen versuchte, hielt ihn nur eine schwere Holztür auf. Um diese Tür zu bekommen, die den Menschen das Leben rettete, mussten sich die Gemeindemitglieder aber ans Ausland wenden, denn der deutsche Staat wollte ihnen das nicht finanzieren. Ronen Steinke berichtet aus jüdischen Gemeinden, die um jeden Cent ringen müssen und für ihren Schutz selbst bezahlen. Er beleuchtet die Arbeit von Polizei-Ermittlern, die Gewaltopfer abwimmeln und nicht ernst nehmen. Dadurch entsteht ein großes Dunkelfeld für antisemitische Hasskriminalität. Es entsteht auch ein Raum der Straflosigkeit für die Täter, der häufig ein Moment ihrer Radikalisierung ist.

Ronen Steinke, Jurist und Redakteur der Süddeutschen Zeitung, liefert ein vielschichtiges wie beunruhigendes Porträt jüdischen Lebens in Deutschland.

Eine Kooperationsveranstaltung der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora und der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen.

Buchvorstellung und Gespräch mit Ronen Steinke, Jens-Christian Wagner und Karsten Uhl

19:00 Uhr

Stream über liberation.buchenwald.de