11 April

Gedenkfeier zum 77. Jahrestag der Befreiung

Begrüßung     PD Dr. Karsten Uhl, Leiter der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora

Ansprachen   Bodo Ramelow, Ministerpräsident des Freistaats Thüringen

                         Carla Becker und Hendrik Höhn, Bundesfreiwillige in der KZ-Gedenkstätte

                         Mittelbau-Dora

Kranzniederlegung am Gedenkplatz vor dem ehemaligen Krematorium

Historischer Hintergrund

Am 11. April 1945 – vor genau 77 Jahren – rückten amerikanische Soldaten in Nordhausen ein und befreiten einige Hundert KZ-Häftlinge in Dora und im Außenlager Boelcke-Kaserne. Alle anderen Gefangenen der Mittelbau-Lager, mehr als 40.000 Männer und einige Hundert Frauen, hatte die SS zuvor auf Todesmärsche geschickt. Die Überlebenden dieser Todesmärsche befanden sich zum Teil noch im Mai 1945 in den Händen der SS. Für sie ist der 11. April allenfalls ein symbolischer Befreiungstag. Vor allem aber ist er ein Gedenktag: Er erinnert an über 20.000 Menschen, die Mittelbau-Dora nicht überlebten – politische Häftlinge, Juden, Sinti und Roma, Zeugen Jehovas, Kriegsgefangene, Verurteilte der Wehrmachtsjustiz sowie als homosexuell, asozial oder kriminell Verfolgte.

Das KZ Mittelbau-Dora steht exemplarisch für den mörderischen Einsatz von KZ-Häftlingen bei der Untertageverlagerung von Rüstungsfertigungen im Zweiten Weltkrieg. Mehr als 60.000 Menschen aus fast allen Ländern Europas, vor allem aus der Sowjetunion, Polen und Frankreich, mussten zwischen 1943 und 1945 im KZ Mittelbau-Dora Zwangsarbeit auf den Baustellen der deutschen Rüstungsindustrie oder in der Rüstungsproduktion leisten.

Gedenkfeier

11:00 Uhr

rekonstruierte Unterkunftsbaracke, KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora