11 April

"Rhythmus" - Jazz im Konzentrationslager Buchenwald

Illustration: Katrin Niemann

Seit 1943 gab es ein Jazzorchester im KZ Buchenwald, in dem bis zur Befreiung insgesamt 23 Musiker aus 9 verschiedenen Ländern mitgespielt haben. Tschechische Häftlinge um Jiří Žák hatten im Sommer 1943 die Initiative ergriffen, dieses Orchester zu gründen. Unter den seit Januar 1944 in großer Zahl nach Buchenwald deportierten französischen Häftlingen befanden sich berühmte Musiker, die zum Orchester stießen : einer von ihnen spielte in Paris im Orchester des Lido, ein anderer, ein Sänger, machte nach dem Krieg am Broadway Karriere.

Die Veranstaltung zeigt anhand von Briefen und berichten, wie das Orchester, das sich den „Rhythmus“ nannte, entstand unter welchen Bedingungen es proben und auftreten konnte. Es sind 2 Programme bekannt, die im November 1944 und am 19. April 1945, also 8 Tage nach der Befreiung des Lagers, aufgeführt wurden, darunter Kompositionen von Duke Ellington, Lionel Hampton und Stücke von Cole Porter, Fats Waller, Glenn Miller und Louis Armstrong. Die Big Band der Hochschule für Musik unter der Leitung von Prof. Gero Schmidt-Oberländer wird 10 Stücke aus den Programmen aufführen.

Ein Konzert des Weimarer Rendez-vous mit der Geschichte und des Institut français in Kooperation mit der Gedenkstätte Buchenwald und der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar. Die Recherchen wurden unterstützt von der Weimarer Wohnstätte und die Veranstaltung wird gefördert durch den Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds.

19:00 Uhr

Notenbank Weimar