06 April

"Die Aufseherin. Der Fall Johanna Langefeld"

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Film & Gespräch mit Autorin Geburg Rohde-Dahl und Ronald Hirte

„Gut ich fahre nach Lodz, sogar ans Ende der Welt. Wenn man die Langefeld retten muss, dann werden wir sie retten.“ (Stanisławą Osiczko)

Es ist kein Satz der zu erwarten wäre, wenn man Überlebende eines Frauen-Konzentrationslager nach ihrer Oberaufseherin befragt. Und doch bekommt man ihn in Gerburg Rohde-Dahls und Wladek Jurkows Dokumentarfilm zu hören. Der Film erforscht die Hintergründe um die fast vergessene Johanna Langefeld, Oberaufseherin der Konzentrationslager für Frauen in Ravensbrück und Auschwitz. Überlebende erzählen eine ambivalente Geschichte über eine Täterin, welche harte Strafen verordnete und Selektionen in die Gaskammern durchführte, aber auch über die Rettung einzelner Gefangener. Johanna Langefeld konnte am 23. Dezember 1946 mithilfe ihrer ehemaligen Gefangenen aus dem Gefängnis Montelupich in Krakau flüchten. Anschließend hielt sie sich elf Jahre lang in Polen versteckt. Der Dokumentarfilm "Die Aufseherin" erweitert den Blick auf die deutsch-polnische Geschichte aus beiden Perspektiven.

Deutschland/Polen 2019, 89 Minuten, Originalversion (deutsch, polnisch) mit englischen Untertiteln

Film & Gespräch mit Autorin Geburg Rohde-Dahl und Ronald Hirte

17:00 Uhr

Kino "mon ami", Weimar